Die Movecity befindet sich im Gebäude der ehemaligen OBI-Filiale an der Moosbachstrasse in Affoltern am Albis. Gemäss den Betreibern ist sie die schweizweit grösste Multisporthalle für Freestyle- und Trendsportarten. Die 13’000 Quadratmeter grosse Fläche ist in verschiedene Move Zones eingeteilt.
Die grosse Eröffnung steht am 5./6. September noch bevor. Aktuell sprechen die Betreiber von einem Soft-Opening und dies seit Mittwoch, 26. August 2026. Zudem, was dies heisst, später im Text mehr.

Grosszügig dimensioniert
Für einen ersten Eindruck statte ich der Halle zusammen mit meiner Familie einen Besuch ab. Wenn man im Vorfeld gelesen hat, wie viele Attraktionen hier Platz finden sollen, ist man überrascht, dass die ehemalige Verkaufs- und Lagerfläche dafür mehr als ausreichend ist. Es ist alles sehr grosszügig dimensioniert.
Im Eingangsbereich kann man an der Theke für die verschiedenen Aktivitäten buchen und bezahlen. Über unseren Köpfen fliegen dabei immer wieder Kinder am Zipline Coaster vorbei. Das ist eine Art Achterbahn. Man ist an einem Seil aufgehängt und fliegt quer durch die Halle. Zwischendurch kann man auf Podesten mit den Füssen neuen Schwung holen. Die Attraktion ist für Kinder ab einem Meter Grösse. Allerdings blieben einige Kids auch zwischendrin hängen, da ihre Füsse nicht bis zum Podest hinab reichten. Hilfe war dann aber vom Personal schnell da.
Beindruckender LED-Boden
Aufgeteilt ist die Halle in vier „Districts“ genannten Bereiche. Englische Begriffe sind in der Multisporthalle stark verbreitet. Im Central District findet man den Trampolinpark, den Kinderkletterbereich und auch die Flying Dunk Courts. Dort lässt sich Fussball oder Basketball unterstützt mit Trampolinen spielen. Auch die Arena mit einem LED-Glasboden befindet sich dort. Dieser LED-Boden sei in Affoltern erstmals öffentlich zugänglich und wird daher mit Weltpremiere beworben.
Am Freitagabend ist der Boden frei zugänglich und wir betreten spontan die Fläche. Er fühlt sich griffig, aber weich an und man kann sich gut vorstellen, darauf zu trainieren. Darauf lassen sich Spielfelder, Animationen und sogar Videos anzeigen. Als die Betreiber an diesem Abend eine Schweizer Karte auf dem riesigen Screen einblenden, lockt dies sofort zur Erkundungstour. Auf der 28 x 16,5 Meter grossen Fläche wird nach verschiedenen Orten der Schweiz gesucht. So wäre sogar Geographie-Unterricht in der Halle möglich.
Weiter gibt es einen Glasshouse District mit der Ninja- und Parkour-Zone sowie dem Freestyle Indoor Park für Skateboard, BMX, Scooter und Inline-Skates. Im Outdoor District versteckt sich noch die Pickleball Arena. Dazu entsteht dort ein Freestyle-Outdoor-Park.
Spassiges Padel-Spiel
Unser Ziel ist nun aber der North District. Dort sind ein Einzel- und zwei Doppel-Padel-Courts untergebracht. Mit meiner Partnerin und unseren zwei Kindern wollen wir erstmals Padel ausprobieren. Gemäss Beschreibung ist es eine Mischung aus Tennis und Squash. Wir machen uns vorab im Internet schlau, wie man das ungefähr spielt.
Im Movecity werden die verschiedenen Bereiche von „Hosts“ genannten Firmen betrieben. So wird man online für die Reservation eines Padel-Platzes auf eine neue Website verwiesen. Bei diesem Anbieter reserviert und bezahlt man den Padel-Court. Vor Ort konnten wir noch vier Schläger mieten und ab ging es auf den Platz. Gut eine Stunde hatten wir unseren Spass und waren positiv überrascht, was man in kurzer Zeit beim Padel lernen kann.
Noch nicht alles bereit
Wir streiften danach weiter durch die Halle. Während der Soft-Opening-Phase können die Attraktionen zum halben Preis genutzt werden. Mit Ausnahme der Padel-Arena, die sich mit 25 Prozent Rabatt buchen lässt. Die Move Zones sind zwar alle bereit, aber die WC-Anlagen waren an diesem Freitag in der Halle noch nicht fertiggestellt. Man wurde dafür ins Untergeschoss beim Parkhaus verwiesen. Die Garderoben sind halb fertig und Duschmöglichkeiten gibt es noch keine. Auch waren überall noch Handwerker unterwegs. Mit dem aktuellen halben Preis aber durchwegs ein fairer Deal.
Der Verpflegungsbereich nennt sich „Eatery“. Dort sind Fingerfood, Pinsas, Pasta und Woks im Angebot. Dazu sind zahlreiche Getränke, Smoothies und auch Spritzer erhältlich. Gemütliche Tische laden zum Verweilen ein. Die Movecity ist frei zugänglich. Bezahlt wird jeweils für die einzelnen Aktivitäten. Ergänzt werden die Move Zones mit Mind Spaces und Event Zones. Auf Deutsch sind das mietbare Sitzungszimmer und kreative Räume. Auch Kindergeburtstage sind möglich.
Verschiedene Preise
Die späteren Preise ohne Rabatt bewegen sich von 8 Franken für zwei Stunden im Freestyle Park bis zu 18 Franken für eine Stunde im Trampolin Park. Eine Fahrt mit der Zipline schlägt mit 8 Franken zu Buche, eine Stunde Kids Climbing mit 15 Franken. Es gibt jeweils auch Familientickets für einen Erwachsenen und ein Kind unter 14 Jahren. Der LCD-Glasboden lässt sich für eine Stunde ab 60 Franken mieten. Die Preise hängen dort vom Wochentag und der Tageszeit ab. Für Vereine (ab 10 Personen) und Schulen gibt es deutlich reduzierte Preise.
Zusammengefasst ist Movecity eine echte Bereicherung für das Säuliamt. Vergleichbare Angebote sind alle deutlich weiter entfernt oder können schlicht nicht diese Auswahl bieten. Movecity gehört zur Pointbreak-Gruppe, welche in Affoltern bereits den aff betreibt und auch den Freiruum in Zug.















